Ein unerfüllbarer Traum?

Logo für den Hönnetal-Radweg. Design: Simon Knur
Bild: Sim Knur

Der Hönnetalradweg soll nach den Wünschen der Hönnetal-Kommunen, der Fahrradverbände und vieler engagierter Leute eine durchgängig befahrbare Querspange zwischen dem Ruhrtalradweg bei Fröndenberg und der Lenneroute bei Werdohl bilden. Die geplante Linie folgt der Hönnetalbahn von Neuenrade über Balve und Menden nach Fröndenberg. Bis heute (Nov. 2024) sind lediglich die Teilstücke Lendringsen – Fröndenberg und Neuenrade – Volkringhausen realisiert. Mit dem Bau des Radwegs entlang der Hönnewiesen in Balve bis zur Balver Höhle erfolgte ein bedeutender Lückenschluss.

Für das zentrale Stück im Canyon bei Klusenstein werden seit Jahren Konzepte erarbeitet. Bislang findet sich keine schlüssige und konsensfähige Lösung.

Die Zuständigkeit für die Planung liegt nach Absprache der Hönnetalgemeinden bei der Stadt Balve. Auf Balver Grund befindet sich der besonders anspruchsvolle und umstrittene Abschnitt des Hönnetalradwegs bei Klusenstein. Für die Fortsetzung durch das hermetisch abgeriegelte Gelände der Lhoist-Werke auf Mendener Grund zeichnen sich Lösungen ab. Zumal die Schließung der Lhoist-Kalksteinbrüche im Hönnetal aus ökologischen Gründen lediglich eine Frage der Zeit ist.

Alle Lösungsversuche der Kommunen scheitern also an der engen Topographie des Hönnetals und dem Veränderungsverbot innerhalb des Naturschutzgebietes. Darauf verweisen die Naturschutzverbände regelmäßig. Eine Lösung der massiven Verkehrsprobleme im Hönnetal zeichnet sich nicht ab. Die erhebliche Gefahrenlage durch den Mischverkehr auf der Bundesstraße B515 besteht fort.

Der weitestgehende Lösungsvorschlag wäre die Verlegung der Bundesstraße aus dem Hönnetal und die Freigabe der Trasse ausschließlich für den Rad- und Fußverkehr. Dieser Gedanke muss aber noch reifen.